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Mit 29 Jahren an die Spitze des Unternehmens
von admin

Mit 29 Jahren an die Spitze des Unternehmens

Julian Jakubzyk ist neuer Mitgesellschafter von Metallbau Ott GmbH in Bad Doberan / Er soll eines Tages die Leitung übernehmen / Arbeit als Dozent der Handwerkskammer.

In dem mittelständischen Unternehmen Metallbau Ott in Bad Doberaner gab es eine per­sonelle Veränderung. Julian Jakubzyk ist jetzt zweiter Geschäftsführer neben Henryk Ott. Mit Fleiß, Ausdauer und der Freude an dem, was er macht, hat es der junge Mann in die Führungsspitze geschafft. Auf dem Weg dorthin galt es viel zu lernen – und Freizeit war fast schon ein Fremdwort für den 29-Jährigen, der nach den Vorstellungen von Henryk Ott einmal die Firma übernehmen soll. „Er war schon in der Ausbildung sehr ehrgeizig und motiviert, so habe ich ihn in seinem Werdegang unterstützt“, macht der Firmenchef deutlich.

Henryk Ott ist Gesellschafter, Julian Jakubzyk Mitgesellschafter. „Wir teilen uns die Arbeit. Ich mache den operativen Teil, Herr Ott das Kaufmännische“, erläutert Jakubzyk. „Das ist schon etwas anderes, wenn man Verantwortung für so viele Menschen trägt. Herr Ott sagte einmal: ‚Da wächst Du rein.‘ Und so ist es“, sagt er. „Es braucht viel Vertrauen von meinem Gegenüber, dass ich sein Lebenswerk gut ­weiterführe.“

Metallbau Ott wurde 1979 von Henryks Vater Jürgen Ott in einer größeren Garage gegründet. Der Sohn von Henryk Ott geht beruflich andere Wege, so dass ein Nachfolger fehlte. „Herr Jakubzyk entlastet mich. Vor allem weiß ich jetzt, was in der Zukunft mit der Firma wird. Das war mir wichtig“, sagt Ott. „Sonst hätten wir auch die ganzen Investitionen der vergangenen Jahre nicht getätigt.“ In Mecklenburg-Vorpommern suchen nach Angaben der Handwerkskammern um die 5000 Firmen einen Nachfolger. „Deshalb bin ich froh, die Nachfolge und damit Arbeitsplätze gesichert zu haben“, sagt der 57-Jährige Ott.

Der Werdegang von Julian ­Jakubzyk ist beachtlich. Dreieinhalb Jahre dauerte die Ausbildung zum Metallbauer. Ein weiteres Jahr arbeitete er anschließend als Facharbeiter. Es folgten zwei Jahre ­schulische Weiterbildung zum ­Maschinenbautechniker. Während dieser Zeit arbeitete Julian Jakubzyk als Konstrukteur. „Als dann unser langjähriger Schweißfach­ingenieur Erhard Rosenthal in den Ruhestand gehen wollte, entschloss ich mich, diese Ausbildung auch noch zu machen“, sagt er. „Denn der Betrieb ist zertifiziert, und dazu gehört eine Schweißaufsichtsperson mit entsprechender Ausbildung.“ Jakubzyk arbeitete dann nicht mehr als Konstrukteur, sondern als Projektleiter und zusätzlich als Schweißfachtechniker. „Dann kam Herr Ott auf mich zu und sagte, ich müsse auch Ahnung von der ­Wirtschaftlichkeit eines Betriebes ­haben. So nahm ich die Weiter­bildung zum technischen Betriebswirt auf.“ Seine Abschlussarbeit schrieb er über die Vergrößerung der Firma.

Viel Zeit für ein Privatleben hat der Jungunternehmer derzeit nicht. Seine Lebenspartnerin studiert noch. ­Beide möchten sich in Diedrichshagen niederlassen, denn noch ­leben sie in Rostock. „Als dann Herr Ott sagte, wenn man einen Betrieb leitet, muss man sich auch mit ­Öffentlichkeitsarbeit auskennen, machte ich eine Ausbildung zum ­öffentlich bestellten und ver­eidigten Sachverständigen für den Bereich Metallbau von der Handwerkskammer zu Rostock“, erläutert Julian Jakubzyk. „Dann kam die Handwerkskammer auf mich zu, ob ich nicht als Dozent für sie arbeiten möchte im Bereich Konstruktion und Meisterprojektarbeit.“

„Ich bin nun sehr viel an den ­Wochenenden unterwegs“, so der junge Geschäftsführer, der zuvor als Prokurist tätig war. „Wir sind fleißig dabei, zu expandieren. Zurzeit ­haben wir 38 Mitarbeiter, dieses Jahr fangen drei neue Auszubil­dende, ein Meister und ein Projektleiter bei uns an.“ Und das Unternehmen nahm einen neuen Lkw mit einem Auflieger mit 12,50 Metern Länge und 2,50 Metern Breite in ­Betrieb. „Jetzt brauchen wir nicht mehrmals zu fahren, was zeitlich eine Entlastung bedeutet und somit wirtschaftlich Sinn macht.“

Ein Unternehmer muss sich auch vernetzen, um seine Firma voran­zutreiben. Julian Jakubzyk ist Mitglied im BNI Baltic-Business Rostock, einer exklusiven Runde von Unternehmern, die sich einmal in der Woche zum Netzwerken zum Frühstück trifft.

 

Sabine Hügelland
Redaktion

Ostseezeitung
Quellenangabe: Bad Doberan vom 09.07.2019, Seite 8

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